Abhitze - Das Funktionsprinzip
Der Abhitzekessel hinter Gasturbinen bildet eine wichtige Verfahrenseinheit zur effizienten Energieausnutzung des Gas- und Dampfturbinenprozesses. Er nutzt die Turbinen-Abgase zur Dampferzeugung und wird zur Steigerung des Gesamtwirkungsgrades der Anlage meist noch mit einer Zusatzfeuerung ausgerüstet. Darüber hinaus bieten Abhitzekesselanlagen, die für den „Fliegenden Wechsel“ konzipiert sind, eine hohe Betriebssicherheit und Verfügbarkeit. Diese Kesselanlagen können sowohl im GT-Abgasbetrieb als auch im Frischluftbetrieb gefahren werden. Die Umschaltung der Betriebsweisen erfolgt vollautomatisch ohne Beeinträchtigung des Dampfturbinenbetriebes.
| Wärmeträger: | Gasturbinen-Abgas |
| Leistungsspektrum: | Dampfparameter bis 560 t/h – 560 °C – 160 bar |
| Zusatzbrennstoffe: | Koksgas, Gichtgas, Erdgas, Leichtöl, Produktionsgase |
| Kesseltechnik: | Dampferzeuger in Naturumlaufbauweise in horizontaler oder vertikaler Konstruktion als Ein- oder Mehrkreissysteme mit unterschiedlichen Druckstufen. Konzipiert als reiner Abhitzekessel oder ausgerüstet mit Zusatzfeuerung auch für Frischluftbetrieb und „Fliegendem Wechsel“ zwischen Frischluft-Fahrweise und GT-Fahrweise. Die Heißdampftemperaturregelung erfolgt mittels Einspritzkühler zwischen den Überhitzerheizflächen. |
| Feuerungstechnik: | Industriefeuerungssysteme als Kanalbrenner im Gasturbinen-Abgaskanal oder als Flächenbrenner im Feuerraum der Kesselanlage bzw. als GT-Brenner, eingebaut im Boden oder in den Umfassungswänden des wassergekühlten Feuerraumes der Kesselanlage. |
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