Biomassekraftwerk Hagen Kabel, Deutschland
Die Aufgabe
Am Standort Hagen sollte das vorhandene Heizkraftwerk um eine Biomasseverstromungsanlage erweitert werden. Aufgabe der neuen BVA ist die Versorgung der umliegenden Haushalte mit Strom sowie die Versorgung eines anliegenden Produktionsbetriebes mit Prozessdampf. Hierbei wird das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung angewendet. Als Brennstoff für die BVA werden Holz und andere biogene Brennstoffe gem. Biomasseverordnung eingesetzt. Der Auftrag zur Realisierung der Anlage wurde im März 2003 an Standardkessel erteilt.
Die Lösung
Zur Lösung der Aufgabenstellung wurde die Anlage mit folgenden verfahrenstechnischen Einheiten ausgerüstet. Die Brennstofflieferung erfolgt mittels LKW. Von der Annahmestation wird der Brennstoff in die Lagersilos gefördert. Von den Lagersilos gelangt der Brennstoff über Rohrgutförderer in den Kesselbereich.
Der thermische Teil besteht aus Rostfeuerung, Dampferzeuger und Rauchgasreinigung. Im Bereich der Feuerung und Dampferzeuger ist die Anlage zweistraßig ausgeführt. Innerhalb der dreistufigen RGR erfolgt die Reduzierung auf einen Einstraßenbetrieb. Die in Turbine/Generator erzeugte elektrische Energie wird in das öffentliche Netz, der Prozessdampf in das Dampfnetz des Heizkraftwerkes, eingeleitet.
Technische Daten
| Brennstoff | Holz Klasse A1 - A4 |
| Heizwert (min./max./nom.) | 8,6 / 15,0 / 10,0 MJ/kg |
| Brennstoff-Durchsatz (min./max./nom.) | 10,3 / 18,0 / 15,5 t/h je Linie |
| Feuerungswärmeleistung | 2 x 43 MW |
| Elektrische Leistung | 20 MW |
| Dampfleistung | 2 x 45 t/h |
| Dampftemperatur | 452 °C |
| Genehmigungsdruck | 72 bar (ü) |
| Speisewassertemperatur | 105 °C |
| Rauchgasvolumenstrom | 92.600 m³/h i.N. |
| Abgastemperatur | 155 / 210°C |
| Betriebsgenehmigung | 17. BlmSchV |
| Inbetriebnahmejahr | 2005 |
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