Abhitzekessel hinter Gasturbine Burgkirchen
Die Aufgabe
Die Infraserv Gendorf ist der Standortbetreiber des Werkes Gendorf, eines ehemaligen Werkes der Hoechst AG. Die Erzeugung des Prozessdampfes und eines Anteiles der elektrischen Leistung erfolgt in einem eigenen Kraftwerk mit einer genehmigten Gesamtfeuerungswärmeleistung von 343 MW.
Zur Erhöhung des Eigenstromanteiles im Rahmen einer vollständigen Kraftwärmekopplung wurde in Zusammenarbeit mit E.ON Energy Projects der Einbau einer Gasturbinenanlage untersucht und in den Jahren 2001/2002 realisiert.
Die Lösung
Für die neue Anlage wurde eine Gasturbine Typ GTX 100 mit einer Nennleistung von 43 MW ausgewählt. Die Abwärme der Gasturbine wird in einem achgeschalteten 2-Druck-Abhitzekessel genutzt. Diese 2-Druck-Fahrweise ermöglicht es neben der Eigendampfüberhitzung auch den Sattdampf eines benachbarten Müllheizkraftwerkes auf die entsprechende Heißdampftemperatur der Hochdruck-Dampfschiene zu bringen. Eine Gas-Zusatzfeuerung erlaubt es, die Anlage sowohl im GT-Abgasbetrieb wie auch im Frischluftbetrieb zu fahren. Die Umschaltung zwischen den beiden Betriebsweisen erfolgt im „Fliegenden Wechsel“.
Technische Daten
| Energieträger: | Turbinengas, Wasserstoff, Erdgas |
| Elektrische Leistung Gasturbine: | 43 MW |
| Elektrische Leistung Dampfturbine: | 2 x 10 MW |
| Dampfleistung: | 130 t/h |
| Dampftemperatur: | 510 / 230 °C |
| Rauchgaswärme GT-Abgas: | 67,2 MW |
| Rauchgasmenge nominal: | 117,6 kg/s |
| Rauchgastemperatur Kessel-Eintritt: | 546 °C |
| Abgastemperatur: | 86 °C |
| Wärmeleistung Zusatzfeuerung max.: | 111 MW |
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